Dichter

Ernst Barlach als Dichter

 

Seinem bildnerischen Schaffen ebenbürtig, aber weit weniger bekannt, ist Barlachs literarisches Werk. Zwischen 1906 und 1938 entstanden neben autobiographischen Arbeiten die Dramen:

"Der tote Tag" (1912), "Der arme Vetter" (1917), "Die echten Sedemunds" (1920), "Der Findling" (1922), "Die Sündflut" (1924), "Der blaue Boll" (1926), "Die gute Zeit" (1929) und "Der Graf von Ratzeburg" (1951) - ferner die Romane "Seespeck" und "Der gestohlene Mond" (beide postum 1948).

 

 

Nicht mit dem einschmeichelnden Blick auf ein Publikum geschrieben gibt Barlachs Literatur Zeugnis von einem existentiellen Ringen um Sinngebung innerhalb einer entfremdeten Welt. Als höchst authentische, dabei besonders artifizielle Texte erscheinen seine Dramen so eigenwillig, dass sie sich zwar jeder gefälligen Rezeption versperrten, aber dennoch immer wieder eine lebhafte Auseinandersetzung provozierten.

 

 

Wurden die Dramen schon in der Weimarer Republik, vor allem in Berlin, mit beachtlichem Erfolg aufgeführt, so ist Barlach nach Brecht der einzige Dichter jener Zeit, der auch heute noch auf der Bühne lebendig ist. Dennoch muss er als einer der am meisten unterschätzten deutschen Dichter dieses Jahrhunderts gelten und weiterhin seiner eigentlichen Entdeckung harren.

 

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