Barlach 2020

Denkraum

multimedial

Barlach 2020. Denkraum multimedial

Das Museum als Labor

 

Ernst Barlach Museum Ratzeburg

 

Noch nie wurde das Werk Ernst Barlachs so lebendig präsentiert: Das Projekt BARLACH 2020 — Denkraum multimedial überwindet historische Festschreibungen und entstaubt das Bild des weltberühmten Bildhauers, Zeichners und Dramatikers, indem die großen, bis heute wichtigen Werke von Ernst Barlach mit modernen Medien kombiniert werden. Durch vielschichtige Zusammenhänge politi-scher, kultureller, werk- und lebensgeschichtlicher Ereignisse entsteht ein virtueller Thementransfer vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Das Museum begreift sich als Labor und will in unterschiedlichsten Kooperationen mit Hochschulen, Kuratoren, Film– und Medienkünstlern, in Jugendprojekten und unter Einbeziehung der Besucher die Ideen Barlachs zu neuem Leben erwecken und die Relevanz seiner Kunst für die heutige Zeit unter Beweis stellen. Die Ausstellung wird bis Ende Oktober 2019 in mehreren Schritten als öffentliche Versuchsanordnung entwickelt, erprobt und ab Frühjahr 2020 zum 150. Geburtsjahr Ernst Barlachs dauerhaft präsentiert.

 

Wie Ausstellungen in– und außerhalb Europas bis heute zeigen, beeindruckt das Werk Ernst Barlachs nicht nur durch seine brillante ästhetische Formensprache, sondern viel mehr auch durch die Empathie für den Menschen und das sich Verantwortlichfühlen für den Zustand der Welt. Mit Barlach kann der Slogan think global, act local auch umgekehrt gelesen werden: think local, act global. So forscht das Museumslabor ausgehend von Ernst Barlach an weltweit bedeutenden und aktuellen Fragestellungen wie:

 

Mensch und Natur - Die ökologische Perspektive

Mensch und Welt - Soziale Gerechtigkeit und Friedensperspektive

 

Denn durchaus haben Ernst Barlachs Wanderer und Träumende etwas mit drängenden Umweltproblemen von heute und der Suche nach Lösungen zu tun. Seine Zweifler, Bettler und Flüchtlinge lassen sich nicht nur im Kontext des Ersten Weltkrieges verstehen, sondern artikulieren auch unsere Ängste, Sorgen und Zukunftsfragen.

 

Was der einzelne Mensch zu einer besseren Welt beitragen kann, hat Barlach insbesondere in seinen Dramen verhandelt, womit sich das Museumslabor in einer eigenen Abteilung Barlach auf der Bühne beschäftigt. Die Dramen Ernst Barlachs wurden an den größten Theatern in Berlin, Königsberg, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart, München etc. aufgeführt. Ihnen gemeinsam ist die Empörung über die Gier, die Egozentrik und mangelnde Solidarität des Menschen in der modernen Gesellschaft. Beispielhaft werden die Inszenierungen der Dramen Ernst Barlachs nun im Museum präsentiert. Zusammen mit dem bildnerischen Werk entsteht ein Denkraum zu Fragen der Gegenwart und Zukunft.

 

Auch wer sich sicher ist, Ernst Barlach zur Genüge zu kennen, sollte sich überraschen lassen von der neuen, lebendigen Museumspräsentation in Ratzeburg! Was ist heute wichtig an Ernst Barlach? Welche Themen verbindet man heute mit dem Künstler? Was wird er in Zukunft bedeuten?

 

Die Museumsbesucher*innen sind eingeladen, mit ihren Gedanken und Ideen an der Entstehung der Jubiläumsausstellung 2020 mitzuwirken.

 

Ein Projekt der Ernst Barlach Gesellschaft in Zusammenarbeit mit: Muthesius Transferpark, Muthesius Kunsthochschule, Fachhochschule Kiel, Fachhochschule Wedel. Gefördert von: Aktivregion Herzogtum Lauenburg, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein, Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein, Investitionsbank SH, Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein und Kreissparkasse Ratzeburg.

 

 

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